Der Tod und das Mädchen

Ein Choreografisches Musiktheater mit Musiken von Franz Schubert, Amy Winehouse, The Doors und Nirvana

Wolfgang Eckert – Live-Musik (Flügel) und Arrangements
Johannes Reichert – Countertenor
Melissa Escalona Gutierrez – Tänzerin und Choreografin
Lucien Zumofen – Tänzer und Choreograf
sowie ein Extra-Ensemble aus Bürger*innen der Region Nürnberg

Sebastian Eilers – Regie und Choreografie
Jörg Brombacher – Bühne/Kubus
Miriam Sapio – Dramaturgische Mitarbeit und Ausstellungskoordination

Premiere: 28. November 2019, Tafelhalle Nürnberg

SETanztheater in Koproduktion mit Tafelhalle Nürnberg/KuKuQ

In einer künstlich perfektionierten Welt, die auf Konsum und Schönheit fixiert ist, hat das Ende keinen Platz. Der Tod als Begleiter des Lebens wird im Alltag auf seinen Platz am Rande der Gesellschaft verwiesen. Doch seit jeher fühlen sich künstlerische Seelen zu ihm hingezogen, zu dem einen, den wir mit unseren Sinnen nicht erfassen können. Sie suchen nach einem Zugang, nach jemandem, der ihre Gefühle erwidert. Der Tod als das große Tabu – beschrieben haben ihn schon viele. Künstler wie Franz Schubert stehen Seite an Seite mit Amy Winehouse, Kurt Cobain u.v.m., die alle durch ihr tragisches Schicksal geeint werden. Ein früher Tod. Damals wie heute versuchen wir mit den Mitteln der Kunst und Poesie den Moment greifbar zu machen, den wir alle nur ein einziges Mal erfahren werden. Doch wie betrachtet der Tod ein jugendliches Leben? Was, wenn sich das Leben zu ihm hingezogen fühlt? Der Tod und das Mädchen flirten in einem Raum, der zwischen den Welten liegen muss. Ihre Anziehung ist poetisch, ihre Begegnung ungewiss. Ein endliches Duett, dem wir uns mit der Sprache der Bewegung nähern müssen und in der Musik wiederfinden.

Durch die Stimme und in seiner Rolle als Erzähler, kommentiert der Countertenor Johannes Reichert die Begegnung der Tänzerin und des Tänzers und wird von Pianist Wolfgang Eckert live am Flügel begleitet.

Als Ort des Austausches und der Begegnung wird ein Kubus installiert werden, in dem Menschen des privaten und öffentlichen Raumes ihre Assoziationen, Erfahrungen und Erlebnisse zum poetischen Tod ausstellen können.

Dieses Projekt wird ermöglicht durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und der Stadt Nürnberg. Zudem wird es unterstützt durch die Tanzzentrale der Region Nürnberg e. V.